Mein Motto für 2026: Weniger müssen, mehr bei mir

20. Jänner 2026 by Nadja Sonnenschein
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2026 fühlt sich für mich nicht nach höher, schneller, weiter an, sondern nach ehrlicher, leiser, wahrhaftiger. Mein Motto für 2026 lautet: Weniger müssen, mehr bei mir. Es ist nicht auf einem Visionboard entstanden, sondern gewachsen, aus einem Jahr, das mich berührt, gefeiert, gefordert und am Ende neu ausgerichtet hat.
2025 hat mir viel Schönes geschenkt. Ende Mai habe ich geheiratet, ein tiefes, warmes Ja. Wenige Wochen später folgte unsere Zeremonie am Strand von Kreta, barfuß, mit meinen Kindern, mit Freundinnen und Freunden, mit Weite, Sonne und diesem Gefühl: So darf sich Leben anfühlen. Doch der Sommer brachte auch erste Signale. Der Schmerz in meiner rechten Schulter begann, leise, aber beharrlich. Ich habe ihn gespürt und trotzdem nicht wirklich hingehört.

Im Herbst wurde das Leben stiller. Ende Oktober ist meine Mama gestorben. Kurz darauf meldete sich mein Körper noch deutlicher, mit Zähnen, die gehen mussten, mit einer Erschöpfung, die nicht mehr zu übergehen war. Rückblickend sehe ich: Ich habe lange getragen, andere begleitet, gehalten, funktioniert, bis ich verstanden habe, jetzt bin ich dran.

Wenn das Leben still wird

Der Tod meiner Mama hat etwas in mir verändert, nicht laut, nicht plötzlich, sondern tief. Es war, als hätte das Leben mir sanft, aber unmissverständlich gesagt: Schau hin, hör hin, spür hin. Gleichzeitig begann mein Körper zu sprechen, erst leise, dann deutlicher: Zähne, die sich verabschiedeten, eine rechte Schulter, die schmerzte und Grenzen aufzeigte, eine Müdigkeit, die sich nicht mehr einfach wegatmen ließ. Ich habe lange funktioniert, war für andere da, habe begleitet, gehalten, gearbeitet. Und irgendwann wurde klar: So geht es nicht weiter.

Weniger müssen

„Müssen“ war lange mein innerer Antreiber. Muss helfen, muss da sein, muss weitermachen. 2026 darf ein Jahr werden, in dem dieses Müssen leiser wird, in dem ich nicht mehr gegen meinen Körper arbeite, sondern mit ihm, in dem Pausen kein Luxus sind, sondern Notwendigkeit. Ganz konkret heißt das für mich: Ich werde meine Praxis im August für drei Wochen schließen, nicht weil ich nicht gerne arbeite, sondern weil Regeneration Raum braucht. Und ich werde auf Kur fahren, mich halten lassen, mich begleiten lassen, mich selbst wieder spüren. Das ist kein Rückzug aus dem Leben, sondern ein bewusster Schritt in ein anderes Tempo.

Mehr bei mir

„Mehr bei mir“ bedeutet für mich, meinen Körper ernst zu nehmen, bevor er laut werden muss, meine Energie achtsam einzuteilen, nicht alles zu tragen, nur weil ich es kann, und mir meine eigenen Methoden auch selbst zuzugestehen. Es bedeutet, mir die gleiche Zuwendung zu schenken, die ich so selbstverständlich weitergebe, und mir zu erlauben, nicht immer verfügbar zu sein, sondern präsent, wenn ich da bin.

Mein Wunsch für 2026

Ich wünsche mir ein Jahr, in dem Begleitung aus Tiefe entsteht statt aus Erschöpfung, in dem Arbeit nährt statt auslaugt, in dem Selbstfürsorge nicht nur ein Thema meiner Klientinnen ist, sondern auch meines eigenen Weges. Weniger müssen, mehr bei mir ist kein Ziel, sondern eine Haltung. Vielleicht ist es auch eine Einladung an dich: Wo in deinem Leben darf das Müssen leiser werden, wo darfst du selbst wieder mehr Raum einnehmen? Ich gehe diesen Weg Schritt für Schritt, nicht perfekt, aber ehrlich.

Wenn du spürst, dass es bei dir ähnlich ist

Wenn dein Körper leise oder schon deutlich mit dir spricht, wenn du merkst, dass du viel gibst, aber selbst zu kurz kommst, wenn du nicht noch mehr tun, sondern endlich sein möchtest, dann begleite ich dich gerne ein Stück, mit Cranio, Kinesiologie, Kabbala oder einfach einem Raum, in dem du nichts leisten musst. Nicht um dich zu reparieren, sondern um wieder bei dir anzukommen.

Du kannst dir hier einen Termin buchen oder mir einfach eine Nachricht schreiben, wenn du unsicher bist, was gerade gut für dich passt. Kein Müssen, nur eine Einladung.

Weniger müssen, mehr bei dir. Vielleicht darf auch das dein Motto werden.

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