7 Dinge, die ich losgelassen habe

Loslassen klingt so einfach und ist doch oft das Schwerste überhaupt. Es braucht Vertrauen, Mut, und manchmal auch Tränen. Aber jedes Mal, wenn ich etwas wirklich losgelassen habe, das mir nicht mehr gedient hat, ist etwas Neues entstanden: mehr Ruhe, mehr Klarheit, mehr ich. Hier sind sieben Dinge, die ich in den letzten Jahren losgelassen habe, und wie sehr sie mein Leben, meine Arbeit und mein inneres Gleichgewicht verändert haben.
Den Anspruch, immer stark sein zu müssen
Ich war lange diejenige, die für alle da war, zuhören, halten, stützen konnte, aber mich selbst zu halten fiel mir schwer. Ich dachte, Stärke bedeutet, keine Schwäche zu zeigen. Heute darf ich mich zurücklehnen, ausatmen und einfach sein, müde, traurig, unsicher. Echte Stärke zeigt sich für mich heute nicht mehr im Durchhalten, sondern darin, ehrlich zu sagen: Gerade geht es nicht. Das war ein langer Weg, aber ein befreiender.
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Das Bedürfnis, alles verstehen zu müssen
Ich wollte schon immer wissen, verstehen, begreifen, warum Dinge geschehen. Doch manche Antworten liegen nicht im Kopf. In der Kabbala und in der Kinesiologie habe ich gelernt, dass vieles auf einer tieferen Ebene geschieht, jenseits von Logik. Manchmal reicht es zu spüren, dass sich etwas richtig anfühlt, auch ohne es erklären zu können. Diese Erlaubnis hat mir viel inneren Druck genommen.
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Alte Glaubenssätze über mich selbst
„Ich muss leisten, um geliebt zu werden.“ „Ich darf keine Fehler machen.“ „Ich bin nicht gut genug.“ Diese Glaubenssätze haben mich viele Jahre begleitet, oft unbewusst. Mit der Kinesiologie konnte ich sie sichtbar machen und Schritt für Schritt loslassen. Es war ein Prozess in kleinen Schritten, kein einmaliger Moment, aber jeder gelöste Satz hat mehr Raum für Vertrauen in mich selbst geschaffen.
Das Gefühl, für alles allein verantwortlich zu sein
Ich dachte lange, ich müsste alles selbst tragen, beruflich, privat, emotional. Heute habe ich zwei großartige Partnerinnen an meiner Seite: Mit Petra Paumann gestalte ich meine Kochworkshops und Fermentierkurse, und gemeinsam mit Dagmar Prasch unterrichte ich die Ausbildung „Cranio trifft Kinesiologie„. Ich musste erst lernen, Verantwortung zu teilen, statt sie als Zeichen von Schwäche zu sehen. Heute weiß ich: Gemeinsam wird vieles leichter und lebendiger.
Perfektionismus
Früher wollte ich, dass alles „richtig“ ist, die Worte, die Abläufe, die Ergebnisse. Heute weiß ich: Perfektion ist das Gegenteil von Lebendigkeit. In meiner Arbeit mit Cranio und Kinesiologie schätze ich das Unperfekte, die Momente, in denen etwas Unerwartetes geschieht. Wenn ich früher einen Plan verworfen habe, weil er nicht makellos war, gebe ich heute lieber dem Moment Raum, zu zeigen, was gebraucht wird.
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Angst vor Veränderung
Ich klammerte mich früher an das Bekannte, auch wenn es mich nicht mehr nährte. Mit der Zeit habe ich gelernt: Jede Veränderung trägt ein Geschenk in sich, auch wenn sie sich erst später zeigt. Heute begrüße ich Veränderung eher mit Neugier als mit Widerstand, auch wenn das nicht immer leichtfällt.
Den Wunsch, allen gefallen zu wollen
Das war wohl mein größter Lernprozess. Ich wollte immer, dass andere sich wohlfühlen, auch auf Kosten meiner eigenen Energie. Heute weiß ich: Ich kann niemanden retten, und das ist befreiend. Ich darf authentisch sein, echt, direkt. Nicht jeder muss mich mögen oder verstehen, und das ist in Ordnung. Seit ich das wirklich verinnerlicht habe, fühle ich mich freier in allem, was ich tue und sage.
Loslassen bedeutet nicht, etwas zu verlieren. Es bedeutet, Platz zu schaffen für mehr Leichtigkeit, Freude, Liebe und innere Ruhe. Jedes Mal, wenn ich in meiner Praxis erlebe, wie jemand nach einer Sitzung aufsteht und sagt: „Ich fühle mich wie neu geboren“, dann weiß ich: Genau darum geht es.
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