In 7 Schritten zu mehr Energie mit Kinesiologie im Alltag

In 7 Schritten zu mehr Energie mit Kinesiologie im Alltag
Kennst du das Gefühl, wenn dir mitten am Tag die Energie ausgeht? Dein Kopf wird schwer, deine Konzentration schwindet, und alles fühlt sich mühsam an. In solchen Momenten greifen viele automatisch zu Kaffee, Süßem oder scrollen durch Social Media, aber das bringt nur einen sehr kurzen Energieschub.
Die Kinesiologie bietet hier einen ganz anderen Weg: Mit einfachen, gezielten Übungen kannst du deinen Energiefluss aktivieren, Stress reduzieren und deine Lebenskraft neu ins Gleichgewicht bringen und zwar jederzeit und überall.
In diesem Artikel zeige ich dir 7 bewährte Schritte aus der Kinesiologie, die dir helfen, im Alltag schnell und effektiv neue Energie zu tanken. Du brauchst dafür nichts weiter als dich selbst und ein paar Minuten Zeit.
Schritt 1: Den Körper erden, die Basis für jede Energiearbeit
Bevor du Energie aktivierst, ist es wichtig, im Hier und Jetzt anzukommen. Viele Menschen sind „oben im Kopf“, voller Gedanken, Pläne und To-do-Listen und spüren ihren Körper kaum.
So geht’s:
- Stelle dich aufrecht hin, beide Füße hüftbreit nebeneinander.
- Atme tief ein und aus.
- Spüre bewusst, wie deine Fußsohlen den Boden berühren.
Tipp: Stell dir vor, wie Wurzeln aus deinen Füßen in die Erde wachsen. Mit jedem Atemzug verankerst du dich tiefer.
Warum das wirkt: Erdung stabilisiert dein Nervensystem und schafft eine ruhige Grundlage. Erst wenn dein Körper sich sicher fühlt, kann Energie frei fließen.
Schritt 2: Überkreuzbewegungen, Gehirn und Körper vernetzen
Eine der bekanntesten kinesiologischen Übungen ist der Cross Crawl. Sie bringt die rechte und linke Gehirnhälfte in Verbindung und fördert Konzentration, Koordination und Energiefluss.
So geht’s:
- Gehe am Platz oder durch den Raum.
- Führe den rechten Ellbogen zum linken Knie.
- Wechsle: linker Ellbogen zum rechten Knie.
- Wiederhole dies für 1–2 Minuten.
Variation: Wenn du im Büro sitzt, kannst du die Bewegung kleiner machen, einfach im Sitzen die Knie abwechselnd hochheben und die gegenüberliegende Hand berühren.
Warum das wirkt: Überkreuzbewegungen aktivieren das Corpus Callosum, die „Brücke“ zwischen beiden Gehirnhälften. Du fühlst dich wacher, klarer im Kopf und deine Bewegungen werden harmonischer.
Schritt 3: Energiepunkte massieren, Müdigkeit vertreiben
Unterhalb des Schlüsselbeins, rechts und links neben dem Brustbein, liegen die sogenannten K-27-Punkte. Sie gehören zu den Endpunkten des Nierenmeridians. Wenn sie blockiert sind, kann das zu Energielosigkeit, schlechter Haltung oder Konzentrationsproblemen führen.
So geht’s:
- Lege Zeige- und Mittelfinger beider Hände auf die Vertiefungen direkt unter dem Schlüsselbein.
- Massiere diese Punkte mit leichtem Druck für 30–60 Sekunden.
- Atme dabei tief ein und aus.
Tipp: Kombiniere die Massage mit Schritt 2 (Überkreuzbewegungen), das verstärkt den Effekt.
Warum das wirkt: Das Massieren dieser Energiepunkte bringt deine Energie wieder in Fluss, aktiviert dein Meridiansystem und hilft, Müdigkeit abzuschütteln.
Schritt 4: Augenbewegungen, Klarheit für den Kopf
Die Augen sind direkt mit unserem Gehirn verbunden. Wenn wir sie bewusst bewegen, können wir Spannungen lösen und unsere mentale Ausrichtung stärken.
So geht’s:
- Halte den Kopf still und bewege nur die Augen.
- Schaue nach links, atme ein.
- Schaue nach rechts, atme aus.
- Wiederhole dies 6–10 Mal.
Erweiterung: Zeichne mit den Augen eine liegende Acht in die Luft (∞). Das harmonisiert die Zusammenarbeit beider Gehirnhälften.
Warum das wirkt: Augenbewegungen sind eine sanfte Möglichkeit, Stress abzubauen und die mentale Verarbeitung zu unterstützen. Viele berichten danach von mehr Klarheit und Konzentration.
Schritt 5: Energie tanken mit bewusstem Atem
Atmung ist die direkteste Form von Energieaufnahme und doch atmen viele Menschen flach und unbewusst. Bewusstes Atmen ist eine kinesiologische Soforthilfe, die dich sofort ins Gleichgewicht bringt.
So geht’s:
- Lege eine Hand auf deinen Bauch, die andere auf deine Brust.
- Atme tief in den Bauch hinein, sodass sich die Bauchdecke hebt.
- Halte kurz inne.
- Atme langsam und vollständig wieder aus.
- Wiederhole dies 3–5 Mal.
Tipp: Zähle beim Einatmen bis 4, halte den Atem für 2 Zähler und atme auf 6 Zähler wieder aus.
Warum das wirkt: Tiefe Bauchatmung versorgt deine Zellen mit Sauerstoff, beruhigt das Nervensystem und gibt dir das Gefühl von Weite und Raum.
Schritt 6: Stresspunkte halten, vom Kopf ins Herz
Viele kinesiologische Techniken nutzen sogenannte Neurovaskuläre Kontaktpunkte. Besonders effektiv sind die beiden Punkte auf der Stirn, knapp oberhalb der Augenbrauen, oft auch „Emotion Points“ genannt.
So geht’s:
- Lege deine Fingerspitzen sanft auf die Stirnpunkte.
- Atme tief ein und aus.
- Denke an eine Situation, die dir gerade Stress macht.
- Halte die Punkte, bis du merkst, wie dein Atem ruhiger wird und die Gedanken klarer.
Tipp: Nutze diese Übung vor wichtigen Gesprächen oder Präsentationen, sie reduziert Prüfungs- und Leistungsangst.
Warum das wirkt: Durch den sanften Druck wird die Durchblutung im Stirnhirn angeregt, genau dort, wo wir reflektieren und kreativ denken. Stress verlagert sich vom „Überlebensmodus“ zurück ins bewusste Denken.
Schritt 7: Energiefluss mit einem Lächeln stabilisieren
Klingt simpel, ist aber hochwirksam: Ein bewusstes Lächeln wirkt wie ein Schalter für dein Nervensystem.
So geht’s:
- Setze dich aufrecht hin, atme tief ein.
- Lächle, auch wenn dir nicht danach ist.
- Halte das Lächeln für 30 Sekunden.
Tipp: Verstärke den Effekt, indem du dir dabei selbst im Spiegel zulächelst.
Warum das wirkt: Dein Gehirn unterscheidet nicht zwischen einem „echten“ und einem „künstlichen“ Lächeln. Allein die Muskelbewegung sendet das Signal: Ich bin entspannt. Stresshormone sinken, Glückshormone steigen und deine Energie stabilisiert sich.
Diese sieben Schritte sind wie ein kleiner Werkzeugkoffer für deinen Alltag. Du kannst sie einzeln anwenden oder miteinander kombinieren, wenn du einen echten Energiekick brauchst.
Das Schöne: Du brauchst keine Geräte, kein spezielles Setting und kaum Zeit. Schon wenige Minuten reichen, um dich wieder wach, klar und verbunden zu fühlen.
Mach dir am besten zur Gewohnheit, mindestens eine dieser Übungen täglich zu machen, so bleibst du dauerhaft energievoll, ausgeglichen und mental stark.
Willst du tiefer eintauchen?
Die Kinesiologie ist ein kraftvolles Werkzeug und in Kombination mit anderen Methoden entsteht noch mehr Tiefe. Deshalb biete ich zwei unterschiedliche Wege an:
Kineoskills: dein Einstieg in die Kinesiologie
Wenn du die Grundlagen erlernen möchtest, um die Sprache deines Körpers zu verstehen, Blockaden zu lösen und dein Wohlbefinden aktiv zu gestalten, ist mein Kurs Kineoskills genau das Richtige.
Hier geht’s zu Kineoskills
Cranio trifft Kinesiologie: die Ausbildung in den Grundlagen der beiden Körperarbeiten
Wenn du nicht nur für dich selbst, sondern auch mit anderen Menschen arbeiten möchtest, dann ist unsere Ausbildung „Cranio trifft Kinesiologie“ ein spannender Weg. Gemeinsam mit Dagmar Prasch vermittle ich hier die Grundlagen der Craniosacralen Körperarbeit und der Kinesiologie, zwei Methoden, die sich wunderbar ergänzen, um Menschen auf allen Ebenen zu begleiten.
Mehr zur Ausbildung Cranio trifft Kinesiologie
Passend dazu mein Artikel: Craniosacrale Behandlungen oder Kinesiologische Sitzungen: Wann ist was besser?
Mehr Input für dich
Wenn du tiefer in die Kinesiologie einsteigen willst, dann schau dir unbedingt diese Artikel an:
