15 Jahre Praxis: 15 Dinge, die ich gelernt habe

Im Oktober 2011 habe ich die Tür zu meiner Praxis zum ersten Mal aufgesperrt. Das ist jetzt 15 Jahre her, und ganz ehrlich, ich habe mich hingesetzt und nachgerechnet, weil ich es selbst nicht glauben wollte.
Fünfzehn Jahre Cranio, seit 2016 Kinesiologie, dazu Ernährung, Kabbala, Kochworkshops, ein Onlinekurs, drei Ebooks. Und vor allem: tausende Behandlungen und unzählige Menschen, die auf meiner Liege gelegen sind. Zum Jubiläum möchte ich dir 15 ehrliche Gedanken aus diesen 15 Jahren mitgeben.
1. Eine Praxis gründen heißt nicht, dass die Leute kommen. 2011 dachte ich, man sperrt auf, und dann geht es los. Es kam ein Klient pro Woche. Manchmal zwei.
2. Wenn niemand kommt, geh du zu den Menschen. Also habe ich das Frauennetzwerk-Frühstück ins Leben gerufen, bis heute jeden vorletzten Donnerstag im Monat. Erst dadurch ging es mit der Praxis bergauf.
3. Deine Klienten sind nicht die, die du dir ausgemalt hast, und das ist gut so. Ich hatte Frauen und Mütter mit Babys im Kopf. Gekommen sind zuerst vor allem Männer mit Tinnitus, und genau sie haben meine Praxis in Gang gebracht. Heute kommen alle: jedes Geschlecht, jedes Alter, von der Schwangeren bis zum Pensionisten.
4. Das eigene Thema wird zum Spezialgebiet. Mein eigenes Ohr hat mich zur Cranio gebracht, und die Männer mit dem Konzert im Ohr haben mir gezeigt, dass ich damit etwas anfangen kann.
5. Die wichtigsten Weiterbildungen suchst du dir nicht aus, sie finden dich. Zur Kinesiologie bin ich über ein Thema meines Sohnes gekommen. Seit 2016 ist sie die perfekte Ergänzung zur Cranio.
6. Manches braucht 30 Jahre, bis es seinen Platz findet. Ernährungswissenschaften habe ich 1989 studiert, gleich nach der Matura. 2020 ist das Thema mit der Ausbildung zur Integrativen Ernährungsexpertin zurück in mein Leben gekommen. Nichts, was du gelernt hast, geht verloren. Es wartet nur auf seinen Moment.
7. Eine erzwungene Pause kann ein Geschenk sein. Der Lockdown hat mir genau die Zeit für die Ausbildung zur Integrativen Ernährungsexpertin gegeben. Ohne ihn hätte ich sie vermutlich immer noch vor mir hergeschoben.
8. Hör zu, wenn eine Klientin erzählt. Die Kabbala ist über die Geschichte einer Klientin in mein Leben gekommen. Heute gehört sie fest zu meiner Praxis.
9. Du musst das nicht alleine schaffen. Das sage ich meinen Klienten immer wieder. Es gilt genauso für mich, und das zu lernen hat am längsten gedauert.
10. Aufgeben war nie eine Option, weil der Anfang so klar war. Beim Schnuppernachmittag der Wiener Schule für Craniosacrale Biodynamik bin ich ganz starr dagesessen, überwältigt davon, was man alles spüren kann. Die Lehrerin meinte tröstend, wenn ich noch nichts spüre, sei das nicht schlimm. Ich habe gesagt: Nein, ich spüre so wahnsinnig viel. Dieser Moment trägt mich bis heute.
11. Verkauf dich nicht unter deinem Wert. Genau das habe ich am Anfang getan, und es hat Jahre gedauert, auf einen angemessenen Preis zu kommen. Wenn du gerade anfängst, etwas Eigenes aufzubauen: Fang gleich beim richtigen Preis an.
12. Irgendwann ist man gut genug, um es weiterzugeben. Das hat bei mir lange gedauert. Heute unterrichte ich Kinesiologie im Onlinekurs Kineoskills, gemeinsam mit Dagmar Prasch die Grundlagen von Cranio und Kinesiologie in kleiner Gruppe bei mir in der Praxis im Kurs Cranio trifft Kinesiologie, und mit Petra seit Jahren die Kochkurse und das Fermentieren. Dazu drei Ebooks und ein Online-Fermentierkurs. Wenn ich das der Nadja von 2011 erzählt hätte, hätte sie mir nicht geglaubt.
13. Wir schauen gemeinsam, was dahintersteckt. Das sage ich in fast jeder ersten Sitzung. Nicht ich mache etwas mit dir, sondern wir finden es zusammen heraus. Du bringst den Körper, ich bringe die Hände und die Erfahrung, und die Verantwortung teilen wir uns.
14. Energetisch ist nicht esoterisch. Was ich mache, kann man spüren, und die Menschen spüren es. Ich brauche keine Nebelmaschine dafür. Ich brauche zwei Hände, Ruhe und ein Nervensystem, das bereit ist, loszulassen.
15. Worauf ich stolz bin: auf die Menschen, die ich begleiten durfte. Jedes Mal, wenn eine Nachricht kommt mit „Danke, jetzt geht es mir besser“, weiß ich wieder, warum ich damals so staunend auf dem Schnuppernachmittag gesessen bin. Eine Klientin hat mir einmal geschrieben: „Du hast mir mein Leben zurückgebracht.“ Das trage ich bei mir.
Ein kleines Geschenk zum Jubiläum
Vom 1. bis 15. Oktober bekommst du meine drei Ebooks mit dem Code 15JAHRE zum Geburtstagspreis. Falls du eines schon hast: Jetzt ist der Moment für die anderen, oder für ein Geschenk an jemanden, an den du gerade denkst.
- Tinnitus: Was du selbst tun kannst, sanfte Übungen aus Cranio und Kinesiologie für zu Hause
- ICH MACH’ DAS HEUTE, ein kleiner Impuls pro Woche für ein ganzes Jahr
- Eiweiß verstehen, warum auch deine Psyche Eiweiß braucht und wie du es im Alltag gut unterbringst
Danke, dass du dabei bist. Ohne dich gäbe es diese 15 Jahre nicht.
Von Herzen
Nadja ☀️

